Wolfram: Das Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt

Wolfram ist ein weißglänzendes Metall, das als chemisches Element das Symbol „W“ und die Ordnungszahl 74 trägt. Als Übergangsmetall steht es im Periodensystem in der 6. Nebengruppe (Chromgruppe) und ist jenes Metall, das von allen den höchsten Schmelzpunkt (3.422° C) und den zweithöchsten Siedepunkt (5.900° C) besitzt. Es zeichnet sich zudem durch seine hohe Dichte, Härte und Festigkeit aus und ist damit ein beliebtes Metall in der industriellen Fertigung. Die Dichte von Wolfram ist mit jener von Gold vergleichbar. Eine hohe Korrosionsbeständigkeit macht Wolfram insbesondere geeignet für die Verwendung in Apparaturen für die chemische Industrie.

Ordnungszahl: 74

Siedepunkt: 5900°
Schmelzpunkt: 3422°
Spez.- Gwicht : 19,26 g/ccm
Härte (Mohs): 7,5
Atomradius: 135 pm
Relat. Atommasse: 183,84

 

Lieferbare Reinheit

W 99,95% / W 99,98%

Wolfram: Vielfältig im Einsatz

Wolfram kommt heute vielfältig zum Einsatz. Bekannt ist das Metall vor allem als Glühwendel in Glühlampen, wo sich der hohe Schmelzpunkt von Wolfram bezahlt macht. Aus als Elektrode in Gasentladungslampen und Elektronenröhren wird Wolfram eingesetzt. Darüber hinaus spielt das Metall eine wichtige Rolle in der Eisenmetallurgie. Hier wird es als Legierungsmetall in Werkzeugstählen verwendet, ebenso wie bei Turbinenschaufeln in den Turbinen von Jet-Triebwerken. Wolfram kommt darüber hinaus zur Abschirmung von Strahlen zum Einsatz, für Apparaturen in der chemischen Industrie, in der Mess- und Werkzeugtechnik ebenso wie in der Automobiltechnik – hier etwa zum Masseausgleich oder zur Schwingungsdämpfung.

Wolfram kommt auch in der Herstellung von Sportartikeln zum Einsatz, zum Beispiel für die Spitzen der Pfeile im Bogensport, für die Hammerköpfe beim Hammerwurf, für Zusatzgewichte in der Formel 1, um das Mindestgewicht der Sportwagen zu erreichen, für Schläger im Tennissport oder auch für Barrels im Dartspiel.

 

Wolfram lässt sich unterschiedlich bearbeiten, zum Beispiel drehen, fräsen oder bohren ebenso wie schleifen, erodieren oder polieren. So entstehen unterschiedliche nach Kundenwunsch präzisierte Teile, die die Form von Blöcken, Platten, Blechen und Rohren ebenso annehmen können wie jene von Folien, Drähten, Ronden, Elektroden oder Stangen. 

Zusammenfassung

Eigenschaften 

weissglänzendes, hartes, in reinem Zustand dehnbares Metall mit hoher Dichte, Härte und Festigkeit.


Anwendungsbeispiele 

Elektroden zum Erodieren und Schweissen. Apparaturen für die chemische Industrie, Glühwendel in Glühlampen.

 

Bearbeitung                                                                      

drehen, fräsen, bohren, schleifen, erodieren, polieren, umformen.